Marte Meo® in der ambulanten und stationären Jugendhilfe
Wie sieht einen Marte Meo® Beratungsprozess aus?
Nachdem der Auftrag der Eltern, der Fachleute oder der jungen Menschen besprochen worden ist, werden im Alltag der Familie oder einer Wohngruppe kurze Sequenzen mit einer Videokamera oder Handy gefilmt. Die Videos werden vor dem nächsten Gespräch analysiert (Videointeraktionsanalyse, Maria Aarts, 2024).
Ausgewählte Bildsequenzen bilden die Grundlage des Coaching-Gesprächs mit den jungen Menschen, den Eltern bzw. den Fachkräften. Zu jeder gezeigte Interaktion wird die Marte-Meo®-Information vermittelt, darauf folgt ein Austausch. Das ganze Gespräch – Review genannt – wird nach diesem Coaching-Modell geführt.
Welche Informationen werden vermittelt?
Bei Marte Meo® geht es um die Vermittlung von konkreten Informationen für den Alltag:
Wann macht eine Person was genau und wozu ist es nützlich, z. B. um die Entwicklung eines Kindes, die Pflege eines Erwachsenen oder das Lernen eines Schülers zu unterstützen. Es kann direkt mit jungen Menschen gearbeitet werden und dadurch verändert sich das verinnerlichte Selbstbild. Maria Aarts lädt Kinder und Jugendliche auf einer besonderen Art ein: “Möchtest Du dir selbst die Chance geben, das zu werden was Du bisher nicht werden konntest?”
Für wenn könnte eine Marte Meo® Beratung hilfreich sein?
Es gibt viele spezifische Marte-Meo®-Unterstützungen, z. B. für isolierte Kinder, Kinder mit ASS, für Kinder mit ADHS, Kinder die oppositionelles Verhalten zeigen, Sprachentwicklung benötigen oder um die Kommunikations-, die Schul-, die Kooperationsfähigkeit von Kindern zu unterstützen. Mit dem Marte Meo® Elterneinladungsprogramm können die Bezugspersonen anders und positiv einbezogen werden. Hilfreich um Rückführungen anders zu begleiten. Bei frühe Hilfen, in Eltern/Kind Einrichtungen, im Rahmen von SPFH, in der Begleitung von Pflegefamilien und Vieles mehr.
